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Arbeiten auf Alpenfarmen - Landwirtschaft und Saisonarbeit auf dem Bauernhof

Obstpflücken, Sennerei, Weinlese - die Arbeit auf einem Bauernhof in den Alpen ist körperlich anstrengend, oft abgelegen und wirklich lohnend. Hier erfährst du, was dich erwartet und wie du sie findest.

5 min read20. April 2026Updated 20. April 2026

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Die Arbeit in der Landwirtschaft und auf Bauernhöfen in den Alpen ist eine der am meisten unterrepräsentierten saisonalen Möglichkeiten auf den gängigen Jobplattformen - und eine der außergewöhnlichsten. Es ist keine Arbeit am Urlaubsort. Die Umgebung ist ländlich, die Arbeitszeiten richten sich nach dem Wetter und der Ernte, die Unterkunft ist fast immer auf dem Bauernhof selbst, und die Arbeit reicht von der Obsternte in den Tälern bis zur Milchwirtschaft auf 2.000 Metern Höhe. Wenn du etwas abseits der ausgetretenen Pfade suchst, bist du hier genau richtig.

Arten der landwirtschaftlichen Arbeit

Obst- und Gemüseernte

Der zugänglichste Einstiegspunkt. Die Apfel- und Birnenernte findet von September bis Oktober in Südtirol (dem größten Apfelanbaugebiet Europas), im Rhônetal im Wallis (Schweiz) und in Teilen von Tirol (Österreich) statt. Die Weinlese findet von September bis Anfang Oktober im Wallis, im Waadtland und im Lavaux in der Schweiz sowie in den Alpenrandregionen in Frankreich und Italien statt.

Für die Weinlese ist keine Erfahrung erforderlich. Körperliche Fitness und die Bereitschaft, sich im Freien zu bewegen, sind die wichtigsten Voraussetzungen.

Almwirtschaft (alpäge)

Eine der markantesten landwirtschaftlichen Erfahrungen in den Alpen. Almwirtschaften (Almen / alpages) treiben das Vieh im Sommer (Juni-September) auf die Hochweiden und brauchen Personal, das ihnen hilft bei:

  • Melken und Tierpflege
  • Käse- und Molkereiproduktion
  • Instandhaltung der Betriebsinfrastruktur
  • Kochen und Hauswirtschaft (größere Höfe mit touristischer Komponente)

Diese Arbeit ist per Definition abgelegen - du wohnst auf dem Hof, oft ohne zuverlässiges Internet, und deine Kollegen sind die Familie des Bauern. Das ist nicht für jeden etwas, aber für diejenigen, die komplett in das Alpenleben eintauchen wollen, ist es etwas ganz Besonderes.

Weinbergsarbeit

Neben der Ernte brauchen die Weinberge das ganze Jahr über Arbeiter für den Rebschnitt (Januar-März), die Ausbildung der Reben (Frühjahr) und die allgemeine Pflege der Weinberge. Die Ernte ist die Hauptnachfragezeit, aber nicht das einzige Zeitfenster. Das Wallis ist der etablierteste Weinbaukanton in der Schweiz; Österreichs Weinregionen befinden sich hauptsächlich östlich der Alpen (Wachau, Burgenland), aber einige Weingüter am Alpenrand sind in der Steiermark tätig.

Gemüseanbau und Biobetriebe

Immer mehr Biobetriebe in den Alpen bieten Stellen über WWOOF (World Wide Opportunities on Organic Farms) an - ein Modell, bei dem man im Austausch für eine Unterkunft arbeitet und nicht für eine bezahlte Arbeit. Sie sind nicht in den untenstehenden Lohnvergleichen enthalten, aber es lohnt sich, sie zu kennen, wenn das Budget eine Rolle spielt und du Erfahrungen in der Landwirtschaft sammeln möchtest.

Was du verdienen wirst

Die Löhne in der Landwirtschaft sind in den meisten Alpenländern niedriger als die Löhne im Gastgewerbe, aber Unterkunft und Vollverpflegung sind fast immer inbegriffen, was den realen Wert erheblich beeinflusst.

| Land | Typischer Landarbeiterlohn (brutto/Monat) | Anmerkungen | |---|---|---| | Schweiz | CHF 2.800-3.500 | Enthält in der Regel Unterkunft und Verpflegung | | Österreich | 1.600-2.100 € | Saisonale Erntearbeit wird oft täglich bezahlt: 60-90 €/Tag | | Frankreich (Ernte) | 1.820 € (SMIC) | Erntearbeit kann zusätzlich pro Kiste/kg bezahlt werden | | Italien / Südtirol | 1.300-1.600 € | Apfelernte: oft Stücklohn plus Tagessatz |

Stücklohn vs. Tagessatz: Manche Erntearbeiten werden pro gepflückter Menge (Kisten, kg) und nicht pro Stunde bezahlt. Schnelle, erfahrene Pflücker können mehr als den Tagessatz verdienen; langsamere Arbeiter verdienen möglicherweise weniger. Informiere dich über die Vergütungsstruktur, bevor du anfängst.

Wo du Arbeit auf der Alm findest

Südtirol (IT) - Apfelernte

Südtirol produziert etwa die Hälfte aller Alpenäpfel. Die Ernte findet von September bis Oktober statt und beschäftigt jährlich Tausende von Saisonarbeitern. Die Betriebe im Etschtal, Burggrafenamt (rund um Meran) und Überetsch sind die Hauptarbeitgeber.

Traditionell werden sie durch Mundpropaganda und die Arbeitsvermittlung Bozen rekrutiert. Zunehmend werden sie auch auf italienischen Jobplattformen und - für Deutschsprachige - über deutsche landwirtschaftliche Vermittlungsagenturen angeboten.

Wallis (CH) - Weinberg und Apfel

Das Rhônetal im Wallis produziert den Großteil des Schweizer Weins. Die Weinlese (September-Oktober) ist der Höhepunkt. Wende dich direkt an die einzelnen Domänen - der Walliser Weinverband (Vins du Valais) führt ein Erzeugerverzeichnis.

Tirol und Salzburger Land (AT)

Die Apfelplantagen im Inntal und im Salzburger Land stellen im September und Oktober Erntehelfer/innen ein. Das AMS (Österreichisches Arbeitsmarktservice) listet landwirtschaftliche Stellen auf und kann Arbeitskräfte mit regionalen Arbeitgebern zusammenbringen.

Almwirtschaftliche Betriebe (Almen) in allen Ländern

Die beste Ressource für Almarbeit ist der direkte Kontakt mit den regionalen Bauernverbänden:

  • Schweiz: Schweizer Bauernverband (sbv-usp.ch)
  • Österreich: Landwirtschaftskammer (lko.at)
  • Frankreich: FNSEA Regionalbüros
  • Italien / Südtirol: Südtiroler Bauernbund (sbb.it)

Einige Bauernhöfe veröffentlichen Stellen auf der Agrarbörse und über die nationalen WWOOF-Chapter.

Praktische Realitäten

Wetterabhängigkeit: Die landwirtschaftliche Arbeit ist dem Wetter ausgeliefert. Später Frost, früher Regen oder unerwartete Hitze können das Erntezeitfenster verkürzen oder verzögern. Flexibilität bei deinen Verfügbarkeitsterminen ist wichtig.

Körperliche Anforderungen: Bei der Apfelernte musst du Leitern und schwere Kisten tragen und dich über lange Tage hinweg immer wieder bewegen. Die Arbeit im Weinberg erfordert Bücken und Knien. In der Sennerei musst du frühmorgens aufstehen und dich um die Tiere kümmern. Das ist härtere körperliche Arbeit als die meiste Gastfreundschaft in den Ferien.

Isolation: Vor allem die Almen sind wirklich abgelegen - manchmal sind sie nur zu Fuß oder mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug erreichbar. Wenn du eine verlässliche Verbindung oder Zugang zur Stadt brauchst, ist das nicht die richtige Wahl.

Sprachkenntnisse: Für die Arbeit auf österreichischen und schweizerischen Bauernhöfen ist Deutsch eine Grundvoraussetzung, die über die einfache Ernte hinausgeht. Bauernhöfe in Südtirol arbeiten auf Deutsch (manchmal auch auf Italienisch). Französisch wird für die Arbeit in den Walliser Weinbergen benötigt. Hier kommst du mit Englisch allein nicht weit, außer bei der Ernte.

Visum für Nicht-EU-Beschäftigte: Für die Arbeit in der Landwirtschaft gelten in jedem Land die gleichen Genehmigungsregeln wie für das Gastgewerbe. Frankreichs WHV und Arbeitsurlaubsabkommen machen es für Nicht-EU-Bürger/innen am zugänglichsten. Das Schweizer WHV deckt landwirtschaftliche Arbeit im Rahmen der allgemeinen Arbeitsrechte ab.

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